Armutszeugnis

601571_471668799571974_256114143_nDie Demonstration gegen die Umwandlung einer Kirche in eine Moschee in Hamburg Horn kam nicht zustande. Grund war wieder einmal eine Polizeiführung, die entweder nicht willens oder einfach nur unfähig war.

Die Fahrzeuge wurden in einem Parkhaus abgestellt. Kaum wurden Flüstertüte und andere Gegenstände aus dem Kofferaum geholt, bewegte sich ein großer Mob der Antifa auf die Gruppe von neun Demonstrationsteilnehmer, unter ihnen auch der Versammlungsleiter, zu.
Die Schritte wurden schneller, nur unguten Gefühls bewegte man sich von den Fahrzeugen weg ins Freie.
Der schwarz vermummte Block wuchs an, so war es das sicherste, sich an die bereitstehende Polizei zu wenden, obwohl die Antifa einen Respektsabstand hielt. Unter der Gruppe der Demonstranten befanden sich auch Frauen und ältere Personen.
Man würde die Teilnehmer sicher zum Versammlungsort bringen, hieß es seitens des anwesenden Poizeileiters. Darauf aufmerksam gemacht, dass die Antifa auch die Farzeuge im Parkhaus entdeckt hätte, wurde sofort eine Reihe Bereitschaftspolizisten dorthin geschickt. Man versicherte, das Parkhaus und die Fahrzeuge zu bewachen.

Es folgten lange Absprachen innerhab der Polizeiführung, wie man die Teilnehmer am sichersten zum Versammlungsort bringen könnte. Nach etwa einer halben Stunde war klar, dass der Weg direkt über die Rennbahn am geeignetsten wäre.
Das war ein Marsch durch mehrere hundert Meter Tiefschnee, der dem im wahrsten Sinne des Wortes zerstreutem Haufen der Bereitschaftpolizei eindeutig schwer fiel. Glücklicherweise hatte man Tage zuvor noch einige Schneemärsche zur Übung absolviert, aber wie man ein Glied geschlossen hält, lernten sie anscheinend noch nicht in der Polizeischule. So konnte man von Glück reden, dass die Antifa zu feige war, um über die Zäune zu klettern. Zu leicht hätten sie die marschierenden in zwei Gruppen trennen können. Der Abstand von der vorderen zur hinteren Gruppe betrug mehr als 50 Meter. Schwein gehabt in dieser Situation.
Nach gefühlten 20 Minuten am anderen Ende der Rennbahn angekommen, hieß es wieder auf weitere Anweisungen warten.
Das war eine Einladung für die Antifa, die sich inzwischen um das gesamte Gelände versammelte. Die ersten waren auch schon auf das Gelände vorgedrungen. Die Bereitschaftspolizisten schienen in dieser Situation überfordert.
Nach einer weiteren halben Stunde tauchte endlich mal jemand auf, der etwas zu sagen hatte. Es war der Führer persönlich. Ups… der Führer der Polizeigruppe, die bis dahin treue Dienste erwiesen hatte war natürlich gemeint.
Er hätte einen Kompromiss für den Versammlungsleiter. Da es unmöglich wäre, die Anwesenden zum Kundgebungsort zu bringen, bot er einen Alternativort für eine Kundgebung an. Dies wurde strikt abgelehnt, da mit Sicherheit am Versammlungsort schon weitere Teilnehmer warteten. Zudem hätte man auch das Recht auf diese Versammlung was auch der F… Gruppenführer ausdrücklich bejate. Man wolle alles in der Macht stehende tun, um diese Versammlung durchzuführen. Es sei das Recht.
Weitere zehn Minuten später kam er wieder. Es seien lediglich sechs Teilnehmer dort gewesen, denen war es inzwischen zu kalt geworden und sie hätten keine Lust mehr gehabt zu warten. Dies waren die erwarteten Teilnehmer der „Identitären Bewegung“. Egal. Die Versammlung wurde an dem Ort angemeldet und selbstverständlich wolle man die Versammlung auch an diesem Ort direkt vor der Kirche durchführen. Alles andere wäre sinnfrei.
Und es vergingen weitere zwanzig Minuten. Es erschien der Einsatzleiter selbst und in Person.
Er hätte lieber den Boten schicken sollen, denn diese tötet man in der Regel für solche Nachrichten: Die Versammlungsauflagen wurden geändert. Der Versammlungsort wurde verlegt. An irgendeinen Parkrand. Was soll man mit neun Leuten groß dagegen protestieren? Also hinführen lassen und das beste daraus machen.
Zwischenhalt auf einer Autobahnbrücke. Antifa näherte sich, Polizei formiert sich neu. Ungeordnet aber mit Wasserwerfer. Nach weiteren zehn Minuten des Wartens und Angst der Polizisten vor Schnebällen teilte man nun den Versammlungsort mit. Man sei bereits angekommen und könne mit der Kundgebung sofort loslegen. Auf der Autobahnbrücke mit neun Personen, ohne Publikum.
Ernsthaft: hahaha.
Argumente, dass man sich auf das Versammlungsrecht berufe und sofort zum Versammlungsort vordringen möchte, wurden mit dem Argument der Verhältnismäßigkeit abgelehnt. Man dürfe an Ort und Stelle seine Versammlung abhalten, damit sei dem Recht auf Versammlung genüge getan.
Auf einer Autobahnbrücke.
Dies war der Grund, die Versammlung nicht durchzuführen. Da kann man die Reden besser in einer Facebookgruppe teilen, damit werden mehr Leute erreicht. Man wollte nur noch zurück zu seinen Fahrzeugen gebracht werden. Zehn Minuten warten.
Es sei unmöglich, die Gruppe zu den Fahrzeugen zu bringen. Die Gefahr ist zu groß. Diskutieren half nichts. Man lehnte es sogar strikt ab, die Fahrer der Fahrzeuge per Auto zum Parkhaus zu bringen, damit diese die Teilnehmer anschließend abholen. Ausserdem seien die Fahrzeuge in Sicherheit. Es gab nur zwei Alternativen: entweder man verharre auf der Autobahnbrücke, oder man würde zur U-Bahnstation Wandsbeck gefahren. Dort solle man dann ein, zwei Stunden warten, bis sich die Lage beruhigt hat, dann könne man mit der U-Bahn zurück nach Horn fahren. Eine habstündige Diskussion brachte keinen Erfolg. Auf die Frage, ob wenigstens weiterhin auf die Fahrzeuge aufgepasst werden würde hieß es:“Nö, wir machen gleich Feierabend. Solange die Antifa nicht weiß, wo die stehen, ist es auch egal“. Und dies, nachdem man in jedem dritten Satz versuchte klarzumachen, dass die Antifa weiß, wo die Fahrzeuge stehen.
Man hatte keine andere Möglichkeit. Also wurden die Teinehmer auf drei Mannschaftswagen verteilt und nach Wandsbeck gefahren. Natürlich fuhren auch die kompetten Besatzungen mit, so dass es in den Fahrzeugen nicht nur eng, sondern auch lustig wurde. Sebst für die Einsatzkräfte war dies eine völlig neue Situation.
Ankunft in Wandsbeck. Im wahrsten Sinne des Wortes wurden die Teinehmer dort am Busbahnhof ausgesetzt. Man war von nun an sich selbst überlassen. Auch auf die Fahrzeuge im Zusammenhang mit der Antifa hingewiesen hieß es nur, dass man nichts machen könne, das hätte mit der Einsatzleitung abgesprochen werden müssen… hahaha…
Gut. Nun stand man dort mit neun Personen am Busbahnhof. Darunter Frauen und alte Personen. Toll. Ein, zwei Antifaspitzel hätten ausgereicht und Minuten später wäre die Hölle los.
Blieb also nichts anderes übrig, als sich erstmal für eine Stunde in eine Kneipe zu verziehen. Hauptsache, man wird nicht gesehen.
Nach etwa einer Stunde machten sich dann vier Männer mit einem Taxi auf den Weg die beiden Fahrzeuge abzuholen. Es war aber nicht mehr viel abzuholen. Das eine Fahrzeug konnte man als solches nicht mehr bezeichnen.
Laut Zeugen hat ein vermummter sämtliche Scheiben mit einem Hammer eingeschlagen. Die Polizei taugt nicht einmal als Parkwächter.
Der Tag war vollends gelaufen.
Was zudem noch gelaufen war, waren nach bisherigen Informationen etwa 50 weitere Personen, die zu Versammlung wollten. Niemand wurde zum Versammlungsort durchgelassen. Nicht die Antifa, der Staat hat diese Versammlung verhindert.
Ein weiterer trauriger Tag für die BRD. Nein, nicht für die BRD, für Deutschland.

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One Comment on “Armutszeugnis”

  1. Naja, um ehrlich zu sein, hätte man diese Situation, so bedeuerlich sie auch für die teilnehmenden Kameraden gewesen sein mag, durchaus vermeiden können.

    50 Teilnehmer? – Sehr gut, in einem anderen Stadtteil sammeln, dort sicher die Fahrzeuge abstellen und dann GEMEINSAM zum veranstaltungsort. Ob die Einsatzleitung auch 50 Teilnehmern den geschlossenen Zugang zum Veranstaltungsort verwährt hätte?


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