Nachtwache für Rudolf Brügmann?

Vor 80 Jahren wurde Rudolf Brügmann auf Anweisung von Julius Leber erstochen. Auch die Lübecker Antifa gedachte im letzten Jahr diesem Ereignis und behauptet auf ihrer Netzseite und auch Flugblättern wahrheitswidrig:
Vor Kurzem wurde „Mister Maulwurf“ [Ich nenne mich nicht „Mr.Maulwurf“, Anm. des Maulwurfen], wie er sich im Internet nennt, wieder durch seine Initiative „Rudolf Brügmann“ in der Lübecker Innenstadt aktiv. Seine Aktion am 1. Februar 2012, bei der er die Dr.-Julius-Leber-Straße sowie die Dr.-Julius-Leber-Schule nach Rudolf Brügmann benannte. Er überklebte die jeweiligen Schilder kurzerhand mit selbstgebastelten Aufklebern. Diese von Geschichtsrevisionismus und Volksverhetzung geprägte Aktion zeugte im hohen Maße von seiner menschenverachtenden Gesinnung. Rudolf Brügmann war SA-Marinesturmmann und wurde in einer Auseinandersetzung zwischen dem Reichsbanner und der SA erstochen. Der Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Dr. Julius Leber, war anwesend und wurde dafür als „geistiger Urheber“ verurteilt…“*
Dies wollte laut HL-Live sogar der Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe im letzten Jahr zum Anlass nehmen, den Lübecker Trauermarsch zu verbieten. Den Punkt „die Glorifizierung von Horst Wessel und anderer sogenannter Blutzeugen“ begründete er mit einer „nächtlichen Umbenennung der Dr.-Julius-Leber-Straße„. Hier ermittelte der Staatsschutz.
Ob in Lübeck gestern bei Sturm und Regen Staatsschutz und Antifa unterwegs waren, um diese Orte, Julius-Leber-Schule und Dr.-Julius-Leber-Straße, zum 80 Jahrestag des Mordes zu schützen, ist unbekannt. Bekannt ist nur, dass Rudolf Brügmann unvergessen bleibt.

Rudolf Brügmann
Gau Mecklenburg-Lübeck, SA-Gruppe Nordmark

Geb. am 7.5.. 1909 Ermordet im Auftrag Julius Lebers am 1.2.1933

Wie in Berlin kam es in den Tagen nach der Ernennung Hitlers zu Reichskanzlers im ganzen Reich zu feierlichen Umzügen der NSDAP und ihrer Gliederungen. So auch in Norddeutschland.Am Abend des 31. Januar 1933 marschierte ein Fackelzug der SA durch die Straßen der alten Hansestadt Lübeck. Die politischen Gegner hatten sich von der Starre der vergangenen Tage erholen können und gingen gegen den Zug vor.Steine und Flaschen flogen in die Reihen und Marschblöcke der braunen Kolonnen. Bereits in den Stunden zuvor soll der norddeutsche Reichstagsabgeordnete der SPD Dr. Julius Leber vor seine Genossen gesprochen und zum gewalttätigen Widerstand aufgerufen haben. Begleitet wurde der Parlamentarier und Chefredakteur des linken “Lübecker Volksboten” von seinem Leibwächter, dem Reichsbannerangehörigen Willi Rath. Im Laufe des Abends kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Reichsbanner und Kommunisten einerseits und der Polizei andererseits.Der Morgen dämmerte bereits über den Backsteinhäusern, als ein SA-Trupp in der Burgstraße auf Leber und seinen Leibwächter traf. Dass die beiden Männer allein unterwegs waren, ist in einer Situation, in der die SA massenweise durch die Straßen zieht, beinahe auszuschließen. Nähere Hinweise auf Mannstärken der Gruppen gibt es jedoch nicht. Während der sich ergebenden Schlägerei wird Dr. Leber am Kopf verletzt. Der Marine SA-Führer Rudolf Brügmann geht mit einem Messerstich in die Milz zu Boden. Angeblich soll der Reichstagsabgeordnete Leber seinen Leibwächter Augenblicke zuvor mit den Worten „Stich doch zu!“ aufgefordert haben, den dreiundzwanzig jährigen Seemann niederzumachen. Der Marine SA-Mann setzt sich gekrümmt auf den Kantstein, bevor er zur Seite kippt und noch in der gleichen Nacht stirbt.Ungeachtet der parlamentarischen Immunität wird Dr.Leber zusammen mit seinem Leibwächter festgenommen, was zu einer Demonstration der noch existierenden Eisernen Front am 14. und 19. Februar 1933 führte.Ein Gericht verurteilte Dr. Julius Leber wenig später als Anstifter zu 18 Monaten Haft. Sein Leibwächter Rath erhält eine Gefängnisstrafe von einem Jahr.Nach seiner Entlassung betätigte sich Leber erneut im Widerstand.

Literarische Quelle: „Blutzeugen“ von A.K.Busch. Nordland-Verlag.

Quellen:
http://www.hl-live.de
*Basta Linke Jugend Lübeck  (diese Quelle gebe ich nicht näher an, eine Anzeige wegen Verleumdung erfolgte. Auch hier ermittelte der Staatsschutz. Obwohl der Urheber des Berichts bekannt ist, wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft natürlich eingestellt.)

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