Falsche Zielgruppe erwischt

Am vergangenem Sonnabend griff in Göttingen eine Gruppe von zehn Vermummten mit Schlagstöcken eine Eröffnungsfeier eines Tätowierladens an. Anwesende Kinder mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Inneneinrichtung und Schaufenster gingen zu Bruch.
Laut Zeugenaussagen kamen die Schläger aus einem roten Wohnheim und flüchteten anschließend dort hin. Der Verdacht, dass es sich hierbei um einen schlecht überlegten Anschlag der Antifa handelt, bestätigte sich schnell. Wenig später war auf Indymedia unterzeichnet von „einige Antifas“ zu lesen:

„Wir haben die Provokation, in der Roten Straße in Göttingen ein rechtsoffenes Tattoo-Studio zu eröffnen, angemessen beantwortet. … Wir sind zu dem Laden gezogen und haben unsere Empörung zur Schau gestellt. Im Zuge der Eskalation ging das Schaufenster und Inventar zu Bruch.“


Tatsächlich hielten sich dort unter den etwa 70 Besuchern drei Nationalisten auf, die sich den Laden anschauen wollten. Dies reichte als Grund für das Zertrümmern des Ladens aus. Da ist es der Antifa auch egal, dass die Veranstaltung öffentlich war und die Inhaberin die Personen nicht kannte.
Die eintreffende Polizei erschrack jedoch schnell und hat jetzt Angst vor Gegenangriffen. Einige der befragten Zeugen hätten auffällige Tätowierungen gehabt. Keine „Nazisymbole“ sondern „Rot-Weiß“. Dumm gelaufen für die Antifa, denn die Besitzerin hat Freunde und Kunden aus der Rockerszene. „Rot-Weiß“ steht für die Hells Angels und einige dieser Personen befanden sich auf der Eröffnungsfeier. Diese dürften sich jetzt etwas auf die Füße getreten fühlen.
Das sieht auch die Polizei so. Daher beschützten sie aus Angst vor Racheakten die ganze Nacht das Antifa-Gebäude. Auf eine Hausdurchsuchung mussten sie allerdings verzichten, denn die Staatsanwaltschaft stellte keinen Durchsuchungsbefehl aus. Die Polizei versucht jetzt zwischen allen Seiten zu vermitteln und zu schlichten. „Wir sprechen Leute an, von den wir glauben, dass sie die Hells Angels in Göttingen repräsentieren.“ Die Antifa habe ja nur „die falsche Zielgruppe erwischt“, diesen Streit habe die linke Szene eigentlich gar nicht haben wollen. Ob die Rocker das auch so sehen? Die Antifa sollte jetzt anfangen zu sparen, um die Schäden zu regulieren, oder schnellst möglichst die Flucht aus Göttingen antreten.
Man fragt sich jedoch was passiert wäre, wenn dies wirklich ein „Naziladen“ gewesen wäre.

Nachtrag:
Brav und feige haben sich am Dienstag die Antifas bei der Ladeninhaberin entschuldigt und drückten ihr Bedauern über den Vorfall aus. Sie hätten keinerlei Interesse an irgendeiner Auseinandersetzung mit dem Laden und verstehen es nicht, dass „die Polizei einen Konflik … herbeizureden versucht.
Na klar. Schlagen einen Laden zu klump, brüsten sich damit auf Indymedia und die Polizei redet einen Konflikt herbei. Heulsusen.

Quellen:
http://www.taz.de
https://linksunten.indymedia.org
http://de.indymedia.org

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