Krabbeln gegen Rechts

Kaum ein Bundesland hat noch Geld. Es wird überall gespart, wo nur gespart werden kann. Selbst Projekte gegen „Rechtsextremismus“ werden in verschiedenen Ländern aufgrund klammer Kassen eingestellt. Nicht so in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Geldmeeren.

Wenn man im Jahr 2013 einen Kredit von 419 Millionen Euro aufnimmt ist ja genug frisches Geld zum Verpulvern da. Zudem spart man auch Geld durch das Einsparen von Stellen. Stellen von Vertretungslehren z.B., die für weniger Unterrichtsausfall sorgen sollten. So sehr schwimmt man dann in Geld, dass nicht nur Kürzungen bei „Migrationsberatungsstellen“ zurückgenommen werden. Zusätzlich werden auch neue Gelder gegen den Extremismus bereit gestellt. Nicht gegen den Linksextremismus, wie man jetzt meinen könnte. Hier wäre es vielleicht angebracht, denn die Anzahl der Straftaten in diesem Lager steigt unaufhaltsam an, während die Straftaten „Rechts“ kontinuierlich zurückgehen. Dies obwohl sämtliche „Propagandadelikte“ grundsätzlich hier einsortiert werden, egal ob sie von Roten oder Ausländern vorgenommen werden, wie es in der Vergangenheit schon oft vorkam.


Das frischgedruckte Geld fließt ausnahmlos in den Kampf gegen das Gespenst „Rechtsextremismus“. Nicht nur neue Beratungsstellen sollen eröffnet werden, insbesondere Kinder und Jugendliche sollen aufgehetzt werden. In Schulen will man Projektage fördern, in denen „demokratische“ Werte vermittelt werden sollen. Vorurteile sollen abgebaut, die Jugendlichen zum Nachdenken animiert werden.
Hoffentlich geht das mit dem Nachdenken nicht nach hinten los, denn es wäre peinlich wenn die Jugendlichen verstehen, was mit dem Wort „Demokratie“ wirklich gemeint ist und hierdurch auch die geschürten Vorurteile gegen die nationale Opposition abgebaut würden. Es könnte die Gefahr bestehen, dass es zu einem Hauch von Meinungsfreiheit in den Klassenräumen kommt. Die vielbesagten Parolen werden jedoch mit Sicherheit sorgsam ausgewählt werden, damit dies nicht passiert.
Voraussichtlich werden ausgerechnet diese Unterrichtsstunden nicht ausfallen – hierfür wird sich immer ein Gutmensch finden, der notfalls ehrenamtlich einspringen kann.
Gute Beispiele für die Kreativität im „Rechtskampf“ gibt es in anderen Bundeslängern genug. In Niedersachsen z.B. wurden während des Wahlkampfes Schulklassen vom Unterricht befreit. Sie mussten allerdings an einer Pflichtveranstaltung teilnehmen: eine Demonstration gegen eine NPD-Kundgebung.
Wir wollen jetzt auch nicht darüber reden, dass Schule zur politischen neutralität verpflichtet ist. Denn Beispiele haben schon gezeigt, dass so eine Äusserung schnell in einer Verleumdungsklage enden kann.
Aber warum erst in der Schule anfangen, wenn man schon ganz andere Möglichkeiten hat? Heutzutage reicht das Einkommen eines Elternteils nicht mehr aus, die Familie zu versorgen, daher müssen meist beide Elternteile arbeiten. Oder die Kinder werden aus Bequemlichkeit in die Erziehungsanstalt abgegeben. Da passt es, dass das kommende Betreungsgeld auf Hartz IV angerechnet wird und so ein Anreiz mehr genommen wird, seine Kinder zu Hause zu erziehen. So haben Staat und Land viel früher die Möglichkeit der Fremderziehung. Schon die ein- bis dreijährigen hat man in den Krabbelgruppen unter staatlicher Kontrolle. Hierdurch soll künftig zum Aufgabenbereich des „Krampf gegen Rechts“ die Aufklärung über „Gefahren und Gefährdungen des Rechtsextremismus“ in Kindertagesstätten gehören.
In Zukunft wird man wohl nicht mehr „hör bitte auf mit Sand zu werfen“ hören, wenn die Kleinen im Sandkasten des Kindergarten spielen. Denn früh übt sich, was ein Steinewerfer werden will. Fördert die Anfänge – Krabbeln gegen Rechts!

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