Magdeburg: Erfolgreicher Mißerfolg

„Ist das alles? Wirklich alles?“

Nach dem Magedeburger Gedenkmarsch, der von Anfang bis zum Ende diszipliniert und störungsfrei durchgeführt wurde, sprechen auch Medien, Grüne, Rote und andere Antideutsche von einem Erfolg – allerdings für sich.

Bestes Beispiel hierfür ist der selbsternannte „Green member of the state parliament of Saxony-Anhalt. MA candidate in Peace and Conflict Studies.“ Mit diesem Titel kann kein Mensch etwas anfangen, hört sich aber besser an als „Lantagsabgeordneter“.  Er, der so gern von „Ekelnazis“ und „Ekelkundgebungen“ spricht, feierte am Sonnabend den ganzen Tag – man könnte meinen feucht fröhlich- die erfolgreichen Proteste. Lange vor beginn „twitterte“ er bereits: „Bisher keine Nazidemo nirgends :)“. Hätte er nur abgewartet. Aber darin ist er mit seinen Parteigenossen nicht so gut. Denn bereits nachdem die (Falsch-)Meldung herauskam, dass der Gedenkmarsch östlich der Elbe verlaufen könnte, meldeten sie dort Kundgebungen an, erstritten sie sogar vor Gericht. War aber sinnlos, passend zu den Grünen, die somit die Gegendemonstranten in einen völlig entgegengesetzten Stadtteil gelockt haben.
„Nazis haben die City heute nicht gesehen“ schrieb er abends munter weiter um am Sonntagmittag zu verkünden: „Nach ihrem peinlichen Stadtrand-Auftritt gestern sagen Nazis Marsch am 19. ab. Danke an alle GegendemonstrantInnen von gestern!“ Hier stellt sich die Frage, wer hier peinlich ist. Es wird von nationaler Seite aus  schon lange nicht mehr zum 19. mobilisiert, im Gegenteil. Außerdem, Ziel eines Gedenkmarsches ist in Würde zu gedenken, nicht wie die Grünen ein frohes Straßenfest zum Gedenken an die Bombadierung zu feiern. Ekelselbstbeweihräucherung.


„Demokratie lebt vom Widerspruch“ steht ganz groß auf der Netzseite der Ex-SED Sachsen-Anhalt. Anscheinend auch diese Partei selbst. Sie bezieht sich haupsächlich auf das rot-grün-bunten Familienfest in der Innenstadt und nennt es Gegendemonstration. Sie spricht davon, dass „mehr Gegendemonstrantinnen und -demonstranten als je zuvor in Magdeburg“ gewesen seien, meint hiermit jedoch neben herangekarrten Gewerkschaftlern die Familien, die sich an den vielen Kaffee- und Kuchenständen vergnügten und über die ganzen bunten Clowns lachten. Oder über sich selbst.
Oder sind mit Demonstranten, die für „gewaltfreie Gegenproteste in Magdeburg unterwegs“ waren, die vermummten Randalierer gemeint, die Polizisten mit Steinen und Flaschen attackierten, deren Einsatzfahrzeuge mit Knüppel und Stangen malträtierten, etliche Scheiben einwarfen und unschuldige Müllcontainer anzündeten?
Natürlich könnten auch die -nach eigenen  Angaben- vierzig Mutigen gemeint sein, die mit ihren Kinderstimmchen die Abschlußkundgebung niederbrüllten, so wie sie selbst es stolz auf Twitter verkündeten. Einziges Ergebnis dieser Aktion ist die Heiserkeit am nächsten Tag, denn ausser sie selbst hat sie niemand gehört.
Andere hatten wiederum Spaß beim Topfschlagen. Gut, das könnte man als Erfolg werten, allerdings müsste die Antifa hier erst die Spielregeln begreifen.
„Es kommt darauf an, den Nazis solche Straßenaktionen als Event und als Selbstinszenierung zu vereiteln“. Nun, verstehe diese Ausage wer will. Straßenaktion und Event als Selbstinzinierung? Was haben die Roten denn so den ganzen Tag gemacht ausser sich selbst mehr oder weniger feucht zu feiern? Naja, vereitelt worden ist jedenfalls nichts.
„Kein Tag für Nazis“ lautet die Überschrift zum Fazit auf der Ex-SED- Seite. Diese Überschrift allein ist schon eine reine Selbstinzinierung, denn der Gedenkmarsch war ein absoluter Erfolg für die nationale Opposition. Sie braucht keine Zuschauer, sie weiß, wie ein würdiges Gedenken aussieht, denn Gedenken ist weder ein „Event“ noch eine lächerliche Straßenaktion, wie man es von den Roten kennt. Aber was man nicht gesehen hat, kann es auch nicht gegeben haben.
Nächste Woche kann rot-grün-bunt noch einmal in Ruhe üben, denn ein weiterer Gedenkmarsch ist nach diesem erfolgreichen Jahresauftakt für die nationale Opposition nicht nötig. Die Tage können für andere Aktionen genutzt werden. Natürlich wird das auch als Erfolg der Antideutschen gefeiert, denn mit feiern kennen sich diese Leute bestens aus. Auch auf Demonstrationen. Daher sollten die Roten an die Lautsprecherdurchsage ihrer Versammlungsleitung denken: „Sauft nicht so viel, damit Ihr Euch noch artikulieren könnt! Und hört auf Flaschen zu werfen. Ihr trefft nur die eigenen Leute!“

In diesem Sinne: bis zum nächsten Jahr.

(Siehe auch Maulwurfen auf E-K3-Berlin zum Gedenmarsch)

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